Kaiserlich Königlich
privilegierte Schützengesellschaft
Günzburg

Zeittafel

2. Hälfte 15. Jh.

Die „Uralten Statuta” der Stadt Günzburg enthalten eine Stadtordnung, die in ihrem Punkt 17 erstmals Schützen nennt: „Zu den Schizen soll man gauw (gehen) war von alters so herkommen.” Überliefert hat sie uns Paul Hämmerlin, der an der Wende des 15. zum 16. Jh. lebte. Das Jahr 1452 wurde lange als Gründungsjahr angenommen, wofür sich bis heute keine eindeutig datierte Quelle fand.

1657

Älteste erhaltene Schützenordnung. Seit 1658 sind lückenlos bis heute alle Schützenmeister namentlich überliefert.

1702

Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg erlässt eine Schützenordnung zur „Erhaltung ehrlicher Kurzweil und freundlicher Gesellschaft”. Damit hatte das Schützenwesen seine Bedeutung für die Verteidigung der Stadt verloren.

1763 1. März

Beschluss zum Bau einer „bürgerlichen Schützenanstalt” (erstes Schützenhaus).

1772 29. August

Die „Artikel und Satzungen” der Schützen werden vom „verordneten Director” der „Reichs Gefürsteten Marggrafschaft Burgau”, Johann Georg Sartori von St. Fidel, im Auftrag Ihrer „Römisch[en] Kay[serlichen] Königl[ichen] Apostolisch[en] May[estät] etc. Erzherzogin zu Österreich etc.” [d. i. Maria Theresia] unterzeichnet.

1884

Bau eines zum Schießhaus gehörenden Saalgebäudes. Alle größeren Veranstaltungen im Stadtgebiet wurden in den nächsten 45 Jahren (bis zur Fertigstellung der Jahnhalle) dort abgehalten.

1902

Der Magistrat der Stadt Gu¨nzburg erkennt die Belege fu¨r die Kaiserliche Privilegierung nicht an.

1919

Verkauf von Schießhaus und Saal an die Stadt, die beides verpachtet. Den Schützen verblieb ein „Schützenzimmer” im Obergeschoss.

1935/36

Neue Schießanlage „Am Kugelfang”, wo bereits seit 1869 mit Feuerstutzen geschossen wurde. Beim Bau des Auwaldstadions eingeebnet.

1937 ff.

Eingliederung der Schu¨tzengesellschaft in die „Nationale Sportorgani - sation” und damit einhergehender Ru¨ckgang des Vereinslebens: Einfu¨hrung von „Pflichtschießen” zur vormilitärischen Ausbildung, Genehmigungspflicht fu¨r Schu¨tzenfeste, Abschaffung des Königsschießens.

1945 15. April

Bei einem Luftangriff auf den Gu¨nzburger Bahnhof wurde das benachbarte Schießhaus vollständig zerstört. Dabei gingen unersetzliche Dokumente des Gu¨nzburger Schu¨tzenwesens fu¨r immer verloren.

1950 15. April

Wiederbelebung der Königlich privilegierten Schützengesellschaft mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung. Schießbetrieb war bis zur Einweihung des Neubaus im Gasthaus „Zum Hecht” (bis 1972) und in der „Rose”.

1952

500-Jahr-Feier mit Festumzug und 708 Teilnehmern/-innen beim Jubiläumsschießen.

1977

525-Jahr-Feier mit Ausrichtung des Schwäbischen Schu¨tzentags.

1983 5. August

Baubeginn des neuen Schu¨tzenheims, das weitestgehend in Eigenleistung der Mitglieder entsteht.

Einweihung des Schu¨tzenheims und Fahnenweihe.

1985 15./16. August

2002

550-Jahr-Feier mit Festumzug und Ausrichtung des Gauschießens.

2008

Pru¨fung und Anerkennung der Kaiserlichen Privilegierung von 1772 durch den Bezirksheimatpfleger und die Regierung von Schwaben. Seitdem dürfen wir uns (wieder) „Kaiserlich